Nach zwei Jahren intensiver Arbeit ist es endlich so weit: Mein Aufsatz „Travelling Transnationalism? Radio Drama Series between Repression and Empowerment“ ist Teil des neu erschienenen Buches „This is Channel Earth – 100 Years of Global Radio Play“. Dieser Moment bedeutet mir besonders viel, denn der Beitrag ist nicht nur eine Veröffentlichung, sondern auch der Abschluss meiner Arbeit an der Dissertation – ein wichtiger Meilenstein auf meiner akademischen Reise.
Besonders dankbar bin ich Dieter Lohr, der mich für dieses spannende Projekt angefragt hat. Durch seine Einladung konnte ich meine Forschung in einem internationalen und interdisziplinären Kontext veröffentlichen, was die Bedeutung meiner Arbeit für den transnationalen Diskurs noch einmal unterstreicht.
Ein Sammelband, der neue Wege geht
„This is Channel Earth“ ist der siebte Band der Reihe Medienkulturwissenschaft und bricht inhaltlich und methodisch neue wissenschaftliche Wege. Herausgegeben von Dieter Lohr und Manfred Milz, widmet sich der Band der 100-jährigen Geschichte des globalen Hörspiels und bietet einen trans- und interkulturellen Vergleich der Verbreitungsmodi dieses Mediums über die Kontinente hinweg.
Was dieses Werk so besonders macht, ist der kollaborative Ansatz. Es ist das Ergebnis der Arbeit von Wissenschaftleraus verschiedenen Disziplinen – von Literatur- und Theaterwissenschaft über Medien- und Gender Studies bis hin zu Anthropologie und kulturellem Transfer. Gemeinsam werfen wir einen analytischen Blick auf die Soundscapes und Erzählweisen des Radios in unterschiedlichen Ländern und Regionen, darunter Japan, Korea, Indien, Subsahara-Afrika, Südafrika, Argentinien, Australien, Europa und viele mehr.
Das Buch zeigt auf faszinierende Weise, wie Radiokunst – von ihren Anfängen bis heute – kulturelle und geografische Grenzen überschritten hat. Es untersucht, wie nationale Narrative in der globalen Sphäre adaptiert wurden und welche Rolle das Hörspiel im Hinblick auf politische Repression und gesellschaftliche Emanzipation spielt.
Radiokunst zwischen Repression und Ermächtigung
In meinem Aufsatz „Travelling Transnationalism? Radio Drama Series between Repression and Empowerment“greife ich genau diese Thematik auf und beleuchte, wie Radiokunst sowohl als Medium der Unterdrückung als auch als Raum für Widerstand und Befreiung fungieren kann. Ich untersuche, wie grenzüberschreitende Serien transnationale Erzählstrukturen entwickeln und welche Potenziale sie in unterschiedlichen politischen Kontexten entfalten. Diese Arbeit knüpft unmittelbar an meine Dissertation an und fühlt sich wie ein gelungener Abschluss dieser intensiven Forschung an.
Ein neues Kapitel beginnt
Mit der Veröffentlichung meines Artikels in diesem spannenden Sammelband schließe ich ein prägendes Kapitel meiner akademischen Laufbahn ab. Gleichzeitig öffnet sich ein neues Kapitel voller Möglichkeiten. Die Arbeit an meiner Dissertation hat mich inspiriert, mich weiter mit transnationalen Medienphänomenen zu beschäftigen und neue Forschungsfelder zu erkunden.
Ein großer Dank geht an all jene, die mich auf diesem Weg begleitet haben – und natürlich noch einmal an Dieter Lohr, dessen Anfrage mich überhaupt erst in dieses Projekt geführt hat. Ich freue mich darauf, in die nächsten Forschungsprojekte einzutauchen und neue Perspektiven zu entdecken.